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Label: EP (d.i.y) |
26.11.2006 |
 | Kennt noch jemand Limp Bizkit? Nicht? Macht nichts, denn jetzt kommen Zero-Spin. Und die sind nicht nur aus der Schweiz sondern machen ihre Sache auch Einiges besser als die Amis. Denn Zero-Spin nur mit diesen zu vergleichen täte ihnen bei weitem Unrecht. Aber beginnen wir von vorne...
Der Opener „Bastard“ groovt mal gleich schön los, der Bass wabert im Hintergrund zu dem sehr vertackten Beat, der irgendwie nicht ganz fassbar ist. Nicht ohne Grund sagt Basser und Bandleader Oli Gautschi, er hasse 4/4 Takte. Dies hört man bei allen fünf Songs des Erstlingswerkes „Anphylactic“. Beim zweiten Song „Bounce“ sind dann plötzlich Tool-mässige Vibes zu verspüren, nur um bei meinem persönlichen Favoriten „Burden In My Head“ zu einer Mischung aus allem irgendwie bekannten zu zerfließen, hierzu fehlen angemessene Worte eigentlich. Sei nur gesagt, es geht ab wie Sau! Dissonanzen und sehr ungewohnte Rhythmen zeichnen Zero-Spin aus genau so wie treibende Beats und tighte Riffs, die Texte dazu sind sehr aggressiv und erinnern eigentlich am Meisten an die bereits erwähnten Limp Bizkit.
Um den Stil von Zero-Spin zu beschreiben nenne ich das, was die Jungs da abliefern der Einfachheit halber mal Crossover, so steht’s auch im Infotext. Aber hier kommen Einflüsse aus Nu Metal, Prog, Rap, Rock und was weiß ich noch alles zusammen. In jedem Song gibt es Parts, die einem an Bands erinnern, die normalerweise aus ganz anderen Ecken der Musik kommen, doch wird der eigene Stil in den knapp 20 Minuten der EP niemals aus den Augen verloren.
Zero-Spin also, eine Schweizer Band, die mit „Anphylactic“ endlich mal wieder etwas richtig geiles abliefert, wie man es hier bei uns sonst wirklich selten zu Ohr bekommt. Bleibt nur abzuwarten, was man da noch zu Hören bekommen wird.
Zero Spin
by David Spring | |
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