|
|
CEREBRAL TURBULENCY - SEGREGACE K 0 |
|
|
|
Label: Khaaranus Productions |
02.01.2009 |
 | Auweia! Tschechischer Grindcore ist ja bekanntlich immer die Gute-Laune-Musik schlechthin, auf ihrem Abschiedsalbum fahren Cerebral Turbulency also noch einmal schweres Geschütz auf. Die 1993 als Thrash Metal-Band gegründete Equipe erspielte sich in einschlägigen Kreisen eine gewisse Bekanntheit, blieb doch aber sonst eher bedeckt. Ihre musikalische Entwicklung richtig manischem Wahnsinn dürfte dazu beigetragen haben.
Die 17 Songs brauchen epische 27 Minuten, der Opener aber lediglich 10 Sekunden um das Gehör zu zerfetzen. Hier trifft astreiner, ultraschneller, brutaler und asozialer Grind direkt ins Gehirn. Die recht langen Songs (die meisten sind länger als eine Minute!) sind im Allgemeinen mehr oder weniger durchgehende Blastparts, die um die 100 Durchgänge benötigen, bevor man sie sich merken kann. Trotzdem sind sie alles andere als kompliziert eigentlich. Ganz geil wirds immer dann, wenn ein paar verirrte Death Riffs im Terrorwald auftauchen und natürlich prompt niedergemetzelt werden, so etwa bei "baba jaba" oder "podensmus". Die Lyrics, sowieso auf Teschechisch und eh unverständlich, sind grundsätzlich herzallerliebst gegrunzt, der Sänger setzt aber auch gerne mal zu einem Growl oder einem süssen Gurgeln an. Das Spezielle an Cerebral Turbulency sind die zahlreichen digitalen Möngi-Effekte, die immer wieder eingewoben werden und vom dummen Fiepen zum DJ-Cut reichen.
Ach Grindcore, du bist schon eine schöne Sache. Maximal asoziale und heftiges Geballer, hart an der Schmerzgrenze. Das ist ein würdiger Verteter seiner Art mit ein paar originellen Momenten, passend gewandet in ein wirres Digipak mit vielen Punkten.
6/12
http://www.myspace.com/cerebralturbulency
http://www.khaaranus.com/
by reto | |
|
|