KVELERTAK - DTO.
Label: Indie 23.07.2010
Grölmetal mit John Dyer Baizley-Cover. Logisch gut würde man meinen. Und dann sinds auch noch sturzbesoffene Norweger, die das in ihrer Muttersprache zelebrieren und keineswegs davon zurückschrecken, sich dem totalen Pop zu öffnen und sich gleichzeitig von Kurt Ballou produzieren zu lassen. Naja, das kann gar nicht schiefgehen.

Denn solides Handwerk trifft hier auf viel Spass und doch ein paar ganz ordentliche Ideen. Oder halt Judas Priest auf Converge, Turbonegro auf Baroness. Yiiiah! Hohes Tempo, massiver Punch und Eingängigkeit in einer wilden Vielfalt der Metalstile, in der sie drin stehen. Einerseits der wunderbare Krawallmetal, der neueren Tage, der ja aber auch schon immer schwer vom guten alten Heavy-Kram der Siebziger (dabei natürlich die omnipräsenten Black Sabbath) und einer gewissen Crust-Affinität beeinflusst wurde, andererseits eben ein Hang zu direkteren und auch poppigeren Formen. Und das eben witzige an Kevelertak ist, dass sie auch noch ein Bisschen Norwegische Black Metal-Kultur einfliessen lassen, zusammen mit einem Entombed-Einschlag ist das dann schon eine Brühe, die man nicht jeden Tag hört. Geil ist diese Mischung sowieso. Proleten klar, jedoch nicht anspruchslos und schon gar nicht stumpf. Die Produktion vom beliebten Kurt ist dabei natürlich auch nur passend wie die Faust auf's Auge, sauber, drückend aber immer noch mit der Ahnung von Dreck und Punk im Hinterkopf. Dazu die passenden und abwechslungsreichen Songs, gut möglich dass das ein Hit werden kann.

Dazu sind sie ja noch mit Converge unterwegs (am 3.August in Genf!). Das ist guter Scheiss, der sicher bald seine Fans finden wird. Sicher verdient aber auch!

Veröffentlichung: 21.Juni 2010

http://www.myspace.com/kvelertak
http://kvelertak.indierec.net/

by reto
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