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ZERO SPIN, DEATH BEFORE DISCO |
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Location: Kulturwerk 118, Sursee |
26.01.2007 |
 So, Rockstars haben ja gerne Mal etwas Verspätung, Rock-Journalisten offensichtlich auch! Deshalb kommt der Bericht von diesem Konzert dann auch etwas später als ursprünglich geplant.
Sursee wäre ja eigentlich nicht so weit weg, aber wenn man keinen Plan hat wo der Club liegt, kann sich die Anreise doch beträchtlich verzögern. Danke an dieser Stelle auch an die netten Leute, die das hier zwar niemals lesen werden aber dank denen ich immerhin ans Ziel kam. Sorgen musste ich mir aber keine machen, denn viel zu früh war ich auch trotz meinem Herumirren. Etwas außer Atem und reichlich eingefroren kam ich dann aber gegen 21.00 im Kulturwerk 118. Ein gemütlicher Club, eher klein, ein oder zwei Leute waren außer mir noch da, eine Situation die ich über alles Liebe, aber wenigstens wusste der DJ was er tat.
Um etwa 22.15 ging’s dann aber endlich los. Nachdem Zero-Spin beim Aufhängen ihres Backdrops kläglich versagten zeigten sie dafür auf der Bühne umso mehr was sie draufhatten. Begonnen wurde ziemlich straight, ihr sehr anspruchsvoller Crossover sorgte beim Publikum zuerst einmal für etwas Ratlosigkeit. Die zum Teil sehr komplexen Songs sind nicht immer eingängig, man muss schon die Ohren und den Kopf beieinander haben. Nichtsdestotrotz gaben die vier Jungs alles und ließen keine Zweifel daran, dass hier ambitionierte starke Musiker am Werke sind. Während Drummer Simon und Bassvirtuose und Bandkopf Oli Gautschi eher unauffällig im Hintergrund die abenteuerlichsten Taktwechsel an den Tag legten fiel Gitarrist Rigge durch schönes Posen und äußerst gewagten Effekten auf. Mittelpunkt des Geschehens war aber mit Sicherheit Sänger Ed, der seiner wandelbaren und starken Stimme alles abverlangte, dazu auf der kleinen Bühne herumsprang und zudem noch die eine oder andere witzige Ansage zu Gehör brachte. Dies hinterließ auch beim Publikum Spuren, das zunehmend auftaute, nach dem anfänglichen Schock über das Gehörte.
Denn bei allen Frickeleien, irgendwie hatten die Lieder (fast) immer etwas eingängiges, die Winterthurer verstehen es bravourös, wahnwitzige Rhythmen und Breaks mit wunderbar melodiösen Passagen zu paaren, die sofort im Kopf hängen bleiben. Wirklich großes Kino was den etwa 40 Anwesenden hier geboten wurde.
Auf einmal jedoch passierte dem Bassisten das Horrorszenario eines jeden Saiteninstrumentalisten und ihm Riss eine Saite. Etwas, was bei einem Bass wirklich nicht oft vorkommt, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Aber man ist ja nicht umsonst Profi, denn es standen natürlich noch zwei weitere Bässe parat und so wurde das Ganze kunstvoll überspielt. Doch waren ihm die Rockgötter nicht mehr wohlgestimmt. Alle Bässe machten Probleme, Saiten rissen und von nun an war der Wurm drin bei Oli. Zum Glück fielen diese Probleme uns als Zuhörer keineswegs auf und das Set lief weiter als ob nichts wäre.
So verging die Zeit dann wie im Fluge und viel zu bald war schon wieder Schluss. Die etwa 1 ½ Stunden hatten merklich Eindruck auf die Anwesenden gemacht, denn auf einmal verlangte man nach Zugaben. Eine Bitte, um die Zero-Spin nicht lange gebeten werden mussten. Somit ging dieses Konzert in frenetischem Jubel zu Ende und obwohl mir Oli Gautschi im Nachhinein mitteilte, der Gig wär sehr schwach gewesen für ihre Verhältnisse, so war ich doch ziemlich davon begeistert, was die alles boten. Und alleine war ich mit dieser Meinung sicher nicht.
Im Anschluss kamen dann noch die Belgier von Death Before Disco, die mit ihrem einiges bekannteren Emocore um die Gunst der Leute buhlten. Ihre energiegeladene Show kam bei den Leuten dann auch gerade so gut an wie schon Zero-Spin. Offensichtlich sind die her auch keine unbeschriebenen Blätter mehr, denn auf einmal ging’s ab wie Luzie! Nur ich musste den Ort des Geschehen um Mitternacht verlassen, somit verpasste ich DBD leider ziemlich total. Ärgerlich,a ber ich war ja auch wegen Zero-Spin da und die hatten mich voll und ganz überzeugt. Dass die das Niveau der CD weitestgehend umsetzen können auf der Bühne überraschte mich doch ziemlich,a ber ich erwähnte ja bereits: die Jungs haben’s einfach drauf!!
by Spring David |
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